Auf den Spuren Darwins

So, mittlerweile bin ich von meinem traumhaften Trip auf den Galapagosinseln wieder zurueck auf dem Festland. Ich habe sooo viele Fotos gemacht – unglaublich!

Fregattvogel

Fregattvogel

Am Freitag (06.04.2012) bin ich mit dem Bus zum Flughafen gefahren, um dort die Gruppe und den Guide um 10:30 zu treffen. Wir mussten allerdings eine Weile warten, da die Fluege Verspaetung hatten und einige Teilnehmer der Reise noch fehlten.

Aber endlich – um 13:30 waren wir dann komplett: Eine sehr gemischte Gruppe aus 3 Franzosen, 2 aelteren Belgierinnen, einem Paar aus Israel, einer Australierin, 2 Kanadierinnen (Mutter und Tochter), einer Amerikanerin und 2 Ecuadorianern aus Quito.

Auf dem Sonnendeck der Fragata

Auf dem Sonnendeck der Fragata

Zuerst wurden wir zum Boot gebracht, wo sehr gutes Essen serviert wurde. Ueberhaupt – das Essen an Board der Fragata, einem Motorschiff fuer 16 Personen, war sehr gut! Sehr viel Gemuese, Obst und alles immer superfrisch!

Danach sind wir gleich zum „Chinese Hat“ gefahren, einer kleinen Insel noerdlich von unserem Startpunkt Baltra. Dort waren wir schnorcheln und es war einfach phantastisch! So viele Arten an unterschiedlichen Fischen, eine unglaubliche Farbvielfalt! Leider hatte ich meine Unterwasserkamera noch nicht dabei, aber es gab ja zum Glueck auf der Fahrt noch viele Gelegenheiten zum Fotografieren (diese Bilder lasse ich noch entwickeln).

Bei der Nasslandung am Chinese Hat

Bei der Nasslandung am Chinese Hat

Nach dem Schnorcheln sind wir zum ersten Mal an Land gegangen. Dort fanden die ersten Begegnungen mit Seeloewen und Sally Lightfoot Krabben statt!

Sally-Lightfoot Krabben

Sally-Lightfoot Krabben

Junge Robbe

Junge Robbe

Tag 2 (07.04.2012) – Insel Fernandina

Am naechsten Morgen – nach einer langen Nachtfahrt und unruhigem Schlaf (an die Schaukelei muss man sich erstmal gewoehnen) – Trockenlandung auf Fernandina Island, genauer Espinosa Point. Auf dem schwarzen Lavagestein kann man jede Menge schwarze Meerechsen sehen. Auch Galapagospinguine, Pelikane und Seeloewen konnte man gut beobachten.

Meerechse

Meerechse

Meerechsen auf dem schwarzen Lavagestein

Meerechsen auf dem schwarzen Lavagestein

Meerechsen ganz nah

Meerechsen ganz nah

Tourguide Ivan

Tourguide Ivan

Am Nachmittag stand dann Urbina Bay auf dem Plan: Dort sind wir bei ziemlich schwuelen Temperaturen angelandet und haben sehr viele Schildkroeten und Landechsen gesehen! Sehr eindrucksvoll!

Die Fragata

Die Fragata

Auf gehts zum Schnorcheln!

Auf gehts zum Schnorcheln!

Tag 3 (08.04.2012) – Insel Isabela

Moreno Point – eine schwarze Lavawueste, die wir uns zum Gluck ganz frueh am Morgen angesehen haben (Es ist unglaublich, wie sich die schwarzen Steine aufheizen!)

Sonnenaufgang am Morgen

Sonnenaufgang am Morgen

Landechse

Landechse

Punto Moreno

Punto Moreno

Am Nachmittag Tagus Cove (nach einem britischen Schlachtschiff benannt, dass dort 1814 geankert hat). Dort war es extrem heiss (40 Grad und 85% Luftfeuchtigkeit) und wir sind dazu noch einen kleinen Berg hochgelaufen, aber der Ausblick von dort hat sich dann wirklich gelohnt.

Tagus Cove

Tagus Cove

Auf der Anhoehe (Tagus Cove)

Auf der Anhoehe (Tagus Cove)

Tag 4 (09.04.2012) – Insel Santiago

James Bay: In den 1960er Jahren wurde hier eine kleine Salzmine betrieben und man sieht auch noch Reste der Arbeiterhaeuser. Am Ende des Trails gibt es sehr viele schoene Grotten und einen einzigartigen Blick aufs Meer! Aber auch dort war es sehr heiss, so dass das Baden und spaeter Schnorcheln danach unglaublich gut tat. Bei diesem Schnorcheltrip habe ich auch einen ca. 1,50 Meter langen Riffhai gesehen (der aber leider so schnell verschwunden ist, so dass ein Foto unmoeglich war…)

James Bay

James Bay

Blick aufs Meer

Blick aufs Meer

Weibliche Lavaeidechse

Weibliche Lavaeidechse

Am Nachmittag gings zum Baden zum Espumilla Beach, einem wunderschoenen Strand mit schwarzem Sand und Geisterkrabben, die schnell wegrennen, wenn man sie fotografieren will. 😦

Leider gibt es dort – aufgrund der Mangroven – auch ziemlich viele Moskitos, so dass wir froh waren, uns nach dem Landgang auch wieder schnell ins Wasser stuerzen zu koennen. Da die Landung (Nasslandung) aufgrund der starken Stroemung ziemlich kompliziert fuer die Beiboote (Pangas) war, sind wir nach dem Baden mit unseren Kleidern ueber Kopf zum Boot gewatet und dann halt im huefthohen Wasser wieder eingestiegen.

Espumilla Beach mit Geisterkrabben

Espumilla Beach mit Geisterkrabben

Espumilla Beach

Espumilla Beach

Am Nachmittag gab es – neben der Besichtigung der Buccaneer Cove (Piratenbucht) vom Schiff aus – noch einen Abschiedscocktail auf dem Sonnendeck, da alle anderen Passagiere (bis auf mich) einen 5-Tages-Trip gebucht hatten und somit am naechsten Tag von Board gegangen sind. Auch die Abschiedstorte nach dem Abendessen war sehr lecker!

Die Nacht habe ich mit an Deck verbracht – es war wunderschoen, auf dem Deck zu liegen und die Sterne und den Mond anzuschauen… Dazu eine leichte Brise – einfach toll! Gegen 23 Uhr sind wir dann in Puerto Ayora eingelaufen und haben dort geankert.

Abendhimmel

Abendhimmel

Tag 5 (10.04.2012) – Charles Darwin Research Station

Auch an diesem Morgen hiess es wieder frueh aufstehen (6:00)! Wir sind im Hafen von Puerto Ayora angelandet und dann zur Station gelaufen, wo wir die dort lebenden Schildkroeten und Landechsen angesehen haben. Unter anderem lebt dort „Lonesome George“ – eine maennliche Landschildkroete, von deren Gattung nur noch eine, naemlich er, vorhanden ist. Auf den unterschiedlichen Inseln leben naemlich unterschiedliche Arten von Schildkroeten und von Georges Gattung ist eben nur noch er vorhanden. Armer George!

Lonesome George

Lonesome George

Ein Pelikan wartet auf Fischabfaelle am Fischmarkt in Puerto Ayora

Ein Pelikan wartet auf Fischabfaelle am Fischmarkt in Puerto Ayora

Gegen 9 Uhr habe ich mich dann von dem Rest der Gruppe verabschiedet, die zum Flughafen gefahren ist. Mit der neuen Gruppe ging es dann gegen 11:30 zurueck aufs Schiff. Dann war auch endlich klar, dass ich nun eine Kabine alleine im oberen Teil des Schiffes beziehen konnte (vorher hatte ich mir mit Lauren, einer Amerikanerin eine Kabine auf dem unteren Deck geteilt).

Am Nachmittag der 2. Landausflug an diesem Tag: El Chato in den Bergen der Insel. Dort leben Riesenschildkroeten in ihrem urspruenglichen Lebensraum. Wir sind durch das matschige Gelaende gestapft und haben geschaut, ob wir irgendwo im Gebuesch Schildkroeten entdecken koennen.

El Chato: Auf Tuchfuehlung mit den Riesenschildkroeten

El Chato: Auf Tuchfuehlung mit den Riesenschildkroeten

Abkuehlung tut gut - und es schuetzt es vor laestigen Moskitos

Abkuehlung tut gut - und es schuetzt es vor laestigen Moskitos

Ziemlich eng in so einem Schildkroetenpanzer

Ziemlich eng in so einem Schildkroetenpanzer

Am spaeteren Nachmittag haben wir dann noch Halt bei den Lavatunneln gemacht, bevor wir gegen 17:30 zurueck zum Schiff gefahren sind.

Tag 6 (11.04.2012) – Insel Isabela

Feuchtgebiet in der Naehe von Puerto Villamil (Tintoreras): Dort haben wir viele Seeloewen gesehen (Das Gebiet dort wird auch als „Looser Corner“ (Verliererecke) bezeichnet, weil sich dort die ganzen maennlichen Seeloewen aufhalten, die im Kampf um Weibchen gegen andere Seeloewen verloren haben).

Die armen Verlierer

Die armen Verlierer

Arnaldo Tupiza: Besichtigung der Schildkroetenaufzuchtstation der Insel Isabela

ca. 3 Monate alte Babyschildkroeten

ca. 3 Monate alte Babyschildkroeten

Und so werden Babyschildkroeten "hergestellt" ;-)

Und so werden Babyschildkroeten "hergestellt" 😉

Am Nachmittag Besuch der „Mauer der Traenen“ (Muro de las lagrimas): Zwischen 1946 und 1959 war Isabela eine Strafkolonie und die Haeftlinge mussten aus schwarzen Lavasteinen eine Mauer bauen.

Die Mauer der Traenen (leider im stroemenden Regen)

Die Mauer der Traenen (leider im stroemenden Regen)

Tag 7 (12.04.2012) – Insel Santa Cruz

Walbucht am Morgen – Dort haben wir zwar keine Wale, aber viele Galapagosfinken gesehen.

Die Fragata und das Schwesternschiff Golondrina in der Walbucht

Die Fragata und das Schwesternschiff Golondrina in der Walbucht

Galapagosfink

Galapagosfink

Dann Schnorcheln bei der Insel Eden und…

…am Nachmittag Cerro Dragon: Ein wunderschoener Rundweg, auf dem wir nochmal einige Landechsen, Flamingos, Landschildkroeten und endlich auch Blaufusstoelpel gesehen haben.

Blaufusstoelpel

Blaufusstoelpel

Strandgut

Strandgut

Regenbogen ueber der Insel

Regenbogen ueber der Insel

Abschiedscocktail: Die wichtigen Maenner an Bord: Barkeeper, Kapitaen, Koch und Tourguide (v.l.n.r.)

Abschiedscocktail: Die wichtigen Maenner an Bord: Barkeeper, Kapitaen, Koch und Tourguide (v.l.n.r.)

Nicht zu vergessen: Kabinensteward Miguel

Nicht zu vergessen: Kabinensteward Miguel

Abschiedsfoto mit der Gruppe und Tourguide

Abschiedsfoto mit der Gruppe und Tourguide

Auch diese Abschiedstorte war sehr lecker!

Auch diese Abschiedstorte war sehr lecker!

Carlos und ich beim Kuchenverteilen

Carlos und ich beim Kuchenverteilen

Tag 8 (13.04.2012) – Insel Santa Cruz

Black Turtle Cove: Ganz frueh am Morgen sind wir mit den Pangas in die Mangrovenlagune gefahren, um Schildkroeten, Rochen und Haie anzusehen. Und – wir hatten Glueck und haben tatsaechlich alle Tiere gesehen!

In den Mangroven

In den Mangroven

Ein Hai - ganz nah am Boot

Ein Hai - ganz nah am Boot

Ein Teil der Gruppe im anderen Beiboot

Ein Teil der Gruppe im anderen Beiboot

Nach dem Fruehstueck um 8:00 wurden wir zum Flughafen gebracht und von dort aus bin ich zurueck nach Puerto Ayora gefahren. Am Nachmittag habe ich mir noch die Schildkroetenbucht (Bahia de Tortuga) angesehen, eine wunderschoene Bucht mit einem kilometerlangen Sandstrand!

Tortuga Bay - ein ziemlich langer Weg dorthin

Tortuga Bay - ein ziemlich langer Weg dorthin

Tortuga Bay

Tortuga Bay

Tortuga Bay

Tortuga Bay

Am geschuetzten Badestrand

Am geschuetzten Badestrand

Tja, und dann war mein Galapagosabenteuer auch schon wieder vorbei: Am Samstag (14.04.2012) bin ich um 13 Uhr zurueck nach Guayaquil geflogen und von dort aus direkt mit dem Bus nach Baños, einem huebschen Ort in den Bergen gefahren. Die Busfahrt war ziemlich nervenaufreibend, da der Busfahrer wirklich wie der Teufel gefahren ist! (Wenn selbst die Einheimischen Angst bekommen….)

Die Ankunft in Baños war recht spaet (gegen 22:30) und eigentlich war ich auch muede, aber ich hatte noch keine Lust, ins Bett zu gehen. Also bin ich ein bisschen durch die Stadt gelaufen und schliesslich in einer Karaokebar gelandet.

Karaoke scheint in Ecuador sehr beliebt zu sein, denn wirklich jeder singt hier Karaoke, egal wie schief es klingt! Also dann – dachte ich mir – kann ich ja auch etwas singen! Mein „New York, New York“ von Frank Sinatra kam wohl recht gut an, so dass mich eine Ecuadorianerin gebeten hat, fuer sie doch noch „My heart will go on“ (Celine Dion) zu singen (Melodieuebereinstimmung 97%! Immerhin…). Mit den Ecuadorianern in der Bar hatte ich einen sehr lustigen Abend! Leider kam ich nicht mehr dazu „Hotel California“ zu singen, da die Bar um 2 Uhr geschlossen wurde.

In der Karaokebar "La Abuela"

In der Karaokebar "La Abuela"

Gestern bin ich in ein anderes (viel schoeneres) Hostel umgezogen und am Nachmittag ein bisschen gewandert. Vom Mirador Bellavista hat man eine wunderschoene Aussicht auf Baños. Ja, es erinnert mich stark an ein kleines Schweizer Bergdorf und – es hat sogar ein Schweizer Bistro, in dem ich dann am Abend mit Amy, einer Kanadierin echte Graubuendner Kapuns gegessen habe. Ihr seht, ich stimme mich schon wieder so langsam auf meine Wahlheimat ein! 🙂

Cafe del cielo - ein huebsches Cafe mit einer fantastischen Aussicht auf die Berge

Cafe del cielo - ein huebsches Cafe mit einer fantastischen Aussicht auf die Berge

Blick auf Baños

Blick auf Baños

Ein Stueckchen Schweiz in Ecuador

Ein Stueckchen Schweiz in Ecuador

Die Kathedrale in Baños

Die Kathedrale in Baños

Spaeter waren Amy und ich noch in einer Bar, die aber schon um 22 Uhr geschlossen wurde (Sonntag abend!). Mit William und Dani, zwei Ecuadorianern haben wir dann noch ein bisschen draussen gesessen und uns unterhalten.

Heute hatte ich eigentlich eine Tour zu den Wasserfaellen in der Umgebung um 10:30 gebucht, aber der Tourveranstalter kam zu spaet und dann ging auch noch das Auto kaputt … Na ja, ich habe mit einem anderen Veranstalter die Tour um 13:30 gemacht. Zwei der Tourteilnehmer sind mit dem Stahlseil ueber die Schlucht geduest (Canopy) – das sah echt cool aus! (Ich hab mich das allerdings irgendwie nicht getraut…)

Einer der Wasserfaelle

Einer der Wasserfaelle

Flussbett des Pastaza Flusses

Flussbett des Pastaza Flusses

Vorbereitung zum Doppel-canopy ueber ein 500 Meter tiefes Tal

Vorbereitung zum Doppel-canopy ueber ein 500 Meter tiefes Tal

Und da duesen sie am Stahlseil ueber die Schlucht

Und da duesen sie am Stahlseil ueber die Schlucht

Wasserfall Machay

Wasserfall Machay

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6 Gedanken zu „Auf den Spuren Darwins

  1. Hai Sandra
    Beneidenswerte Bilder – und was den Gesang betrifft: das Schweizer Supertalent 2012 hast Du aber schon verpasst 😉

  2. Wow, was für ein krönender Abschluss deiner Reise!
    Du siehst wunderbar erholt und braun gebrannt aus!

    Geniess deine letzten Tage, guten Flug und bis bald,

    Nadine

  3. Da kann man wirklich nur WOW sagen. Da hast Du Dir ein ganz tolles Erlebnis gegönnt. Super. Auch ich wünsche Dir noch ein erlebnisreiches Ende Deines Sabaticals, eine gute Reise und keinen tränenreichen Abschied. Ich freue mich auf Deine Erzählungen nach Deiner Rückkehr.
    Liebe Grüsse Stephanie

    • Liebe Stephanie, vielen Dank! Ja, es ist komisch, dass jetzt alles vorbei ist… Ich weiss gar nicht, wo die Zeit geblieben ist. Bis bald, in Zuerich

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