Mucho calor en Guayaquil

Nach meinem letzten Blogeintrag am Sonntag in Cuenca bin ich ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Leider musste ich feststellen, dass sonntags wirklich ALLES geschlossen ist – die Museen, die meisten Restaurants, Cafes und Bars. Und als ich dann ein geoeffnetes Restaurant gefunden hatte, wurde ich sofort darauf hingewiesen (ohne gefragt zu haben), dass sonntags in Ecuador kein Alkohol verkauft wird!

Ich hatte mittags noch ein bisschen gelesen und mich dann entschieden, bereits am Montag nach Guayaquil zu fahren, da ich am Dienstag vor meinem Flug auf die Galapagosinseln noch ein paar Sachen kaufen wollte (z.B. eine Schnorchelausruestung, die ich aber bis jetzt noch nicht habe… )

Am Montag morgen nach dem Fruehstueck bin ich dann nach Guayaquil gefahren: Der Cajas-Nationalpark war sehr schoen, aber voellig nebelverhangen. Zum Glueck ist der Busfahrer mal in einem (fuer suedamerikanische Verhaeltnisse) vernuenftigen Tempo gefahren: Stellenweise konnte man naemlich keine 20 Meter weit nach vorne schauen!

Immer wieder interessant, was so alles in den Bus geladen wird...

Immer wieder interessant, was so alles in den Bus geladen wird...

Fahrt durch den Cajas-Nationalpark

Fahrt durch den Cajas-Nationalpark

So eine Art Kartoffelpuffer, der bei einigen Stopps verkauft wird - fettig, aber lecker!

So eine Art Kartoffelpuffer, der bei einigen Stopps verkauft wird - fettig, aber lecker!

Langsam, nachdem wir die Berge hinter uns gelassen hatten, wurde es dann auch gleich wieder waermer und Guayaquil (Ankunft ca. 15:00) empfing mich mit einer feuchten Waerme von ca. 33 Grad Celsius. Puhhh!

Bananenplantagen, soweit das Auge reicht

Bananenplantagen, soweit das Auge reicht

Also nix wie ins Hostel, Wanderschuhe ausgezogen (die ich aufgrund der Groesse beim Reisen meistens trage) und ab in den Mini-Pool im Dreamkapture-Hostel.

Danach bin ich noch ein bisschen in einer Mall um die Ecke einkaufen gegangen. Vorsichtshalber habe ich mal Tabletten gegen Seekrankheit gekauft – man weiss ja nie… (ich hatte meine Erlebnisse auf der Navimag-Faehre in Chile noch klar vor Augen…)

Abends habe ich dann meine erste Krabbe gegessen, nicht ohne vorher eine Instruktion zu bekommen, wie man das denn macht (vom Kellner vor Ort). Anscheinend habe ich mich etwas unbeholfen angestellt, denn auf einmal kam eine junge Ecuadorianerin und hat mir gezeigt, wie und was man vom Kopf der Krabbe auch noch so alles essen kann.
Na ja, ich hab wahrscheinlich zur Belustigung der uebrigen Gaeste beigetragen! 😉

Mein Abendessen

Mein Abendessen

Am naechsten Morgen bin ich dann mit Lena und Mathias, einem Paar aus Oesterreich zuerst zum Friedhof von Guayaquil gefahren, den sich Lena gerne wegen der vielen Mausoleen anschauen wollte. Danach haben wir dann ein Taxi in die Innenstadt, zum Malecon genommen und sind die vielen Stufen zum Cerro Santa Ana hochgekraxelt. Ufff, und das in dieser tropischen Hitze!

Barrio Las Penas

Barrio Las Penas

Huebsche Haeuser auf dem Cerro Santa Ana

Huebsche Haeuser auf dem Cerro Santa Ana

Auf dem Cerro Santa Ana

Auf dem Cerro Santa Ana

Blick vom Leuchtturm auf Guayaquil

Blick vom Leuchtturm auf Guayaquil

Nach dem Mittagessen (lustigerweise im Wohnzimmer einer ecuadorianischen Familie) sind wir dann – nach einem Kurzbesuch im Kunstmuseum (und im anthropologischen Museum) wieder mit dem Bus Richtung Hostel zurueckgefahren. In der Mall um die Ecke haben wir uns aber erstmal einen Eiskaffee gegoennt.

Danach habe ich meine Waesche aus der Reinigung geholt und den Rest des Tages in der Haengematte mit Lesen verbracht. Die Hitze macht einen voellig fertig!

Relaxen in der Haengematte

Relaxen in der Haengematte

Am naechsten Morgen (Mittwoch, 04.04.) wurde ich dann um 7:30 zum Flughafen gebracht und bin um 9:10 nach Baltra, auf die Galapagosinseln geflogen. Auch dort ist es ziemlich warm, aber eigentlich weht immer ein bisschen Wind, was das Ganze etwas ertraeglicher macht. Mit Bus und Boot bin ich nach Puerto Ayora gefahren, einem kleinen Ort im Sueden der Insel. Auf der Fahrt habe ich Terry, eine Englaenderin kennengelernt, mit der ich mir gleich ein Doppelzimmer geteilt habe.

Dann waren Terry und ich bei einigen Touranbietern fuer mehrtaegige Kreuzfahrten, da sie 2 Wochen Zeit hat und gerne eine Tour buchen wollte – die sie auch gefunden hat! Ein Megaschnaeppchen (zumindest scheint es so) – 11 Tage fuer 1.300 USD! (Ich denke lieber nicht dran, was meine Tour gekostet hat, aber ich hab ja auch nur eine begrenzte Zeit auf den Inseln und wollte UNBEDINGT eine Kreuzfahrt machen und nicht darauf spekulieren, ob es denn dann auch tatsaechlich klappt)

Zwischendurch habe ich noch Phil, einen Amerikaner auf der Strasse kennengelernt, den ich eingeladen habe, mit uns am Abend essen zu gehen.

Das Essen war prima und danach sind wir dann noch in eine Bar gegangen und haben Cocktails getrunken.

Beim Abendessen mit Phil und Terry

Beim Abendessen mit Phil und Terry

Am Donnerstag haben wir zu dritt im „The Rock“ gefruehstueckt, bevor Terry dann den Rest ihrer Tour gezahlt und gepackt hat, da die Tour naemlich bereits ein paar Stunden spaeter begonnen hat. Phil und ich haben dann noch wasserdichte Kameras gekauft und uns gegen 12:30 von Terry verabschiedet.

Auf der Dachterrasse des Hotels

Auf der Dachterrasse des Hotels

Wir haben Fahrraeder gemietet, diese auf ein Pickup-Taxi geladen und sind nach Santa Rosa gefahren, um von dort aus noch ca. 2 km bergauf zu den Zwillingen (Los Gemelos) zu fahren. Das sind 2 sich gegenueberliegende Vulkankrater, die sehr gross und tief sind. Beeindruckend! Leider konnten wir uns nur den einen Krater anschauen, weil man den anderen nur mit einem Guide des Nationalparks betreten darf.

Einer der Zwillingskrater

Einer der Zwillingskrater

Baeume rund um den Krater

Baeume rund um den Krater

Danach dann zurueck nach Santa Rosa und von dort aus zu den Lavatunneln. Die Strasse wurde zur Schotterpiste und es ging steil bergab. Tja und irgendwann kam – voellig unerwartet – eine Stelle mit ganz viel Lavageroell und da hat es mich dann leider vom Fahrrad geworfen! Na ja, zum Glueck ist es nur eine Schuerfwunde am Bein, aber es ist trotzdem schmerzhaft und haette nicht unbedingt sein muessen. Aber – zum Glueck ist nicht mehr passiert…

Nach meiner provisorischen Verarztung (Phil hatte sogar ein Erste-Hilfe-Set dabei!) haben wir die Lavatunnel besichtigt und sind dann auf dem Rueckweg netterweise von einem kanadischen Paar im Taxi zurueck nach Puerto Ayora mitgenommen worden. Denn – auf Fahrradfahren – 6 km Schotterpiste wieder rauf und weitere 15 km auf geteerter Strasse hatte ich keine Lust mehr!

Lavatunnel

Lavatunnel

So, nach einer ausgiebigen Dusche fuehle ich mich fast wie neugeboren und freue mich auf ein leckeres Abendessen (das Mittagessen fiel ja komplett aus).

Und nun wird die naechsten 8 Tage erstmal nichts mehr gebloggt, denn morgen startet meine Kreuzfahrt zu den unterschiedlichen Inseln des Galapagosarchipels.

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6 Gedanken zu „Mucho calor en Guayaquil

  1. Die Kartoffelpuffer ubrigens heissen ‚Arepas‘.

    Mensch jetzt kommt der tollste Teil der ganzen Reise, wäre gerne dabei … :-)))

    • Aha… „Arepas“ – auch in Ecuador? Mittlerweile hab ich die Erfahrung gemacht, dass das Spanisch hier von Land zu Land voellig unterschiedlich ist… Ja, meine Fahrt auf der Fragata war wirklich einzigartig! Ich bin richtig traurig, dass es jetzt vorbei ist… 😦

  2. Jetzt also Galapagos! Viel Vergnügen. Ich freue mich schon auf Deine Photos!!! Pass auf Dich auf und lass Dich nicht von irgendwelchen Urviechern beissen – ich wiederhole mich.
    Übrigens; Happy Osterhase. Auf die buntgemalten oder Schokoladeneier wirst Du wohl verzichten müssen, oder?.
    Ganz liebe Grüsse Stephanie

    • Die Iguanas sind ganz zahm… man muss eher aufpassen, dass man nicht auf sie tritt, da die Meeriguanas auf den schwarzen Lavafelsen kaum zu sehen sind…
      Nee, Ostereier wuerden hier sofort schmelzen bei 40 Grad im Schatten… Liebe Gruesse zurueck

  3. Du hast Tauchkollegen gefuttert!!??!?! – Sind aber sicher noch ein paar jeglicher Grösse und Gattung übrig auf Galapagos 🙂

    • Oh ja, massenhaft! Du als Taucherin haettest hier bestimmt auch viel Spass gehabt! Vom Schnorcheln hab ich einige Bilder – die kann ich aber erst zu Hause zeigen, da sie noch entwickelt werden muessen.

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