Auf den Inseln im Titicacasee

Isla de la Luna im Titicacasee

Isla de la Luna im Titicacasee

Jetzt bin ich schon in Cuzco (Perú). Und bevor ich mich auf den Anstieg nach Machu Picchu vorbereite, kommt hier mal ein Bericht, was letzte Woche noch so alles passiert ist:

Montag, 05.03.2012:
Im stroemenden Regen auf die Sonneninsel – bah! Morgens um 8:30 Uhr Fahrt auf die Sonneninsel – bei grausigem Wetter! Gluecklicherweise hat es aber aufgeklart und um 10 Uhr – bei Ankunft auf der kleinen Insel – kam sogar die Sonne raus!

Auf dem Weg zur Isla del Sol

Die Inkatreppe auf der Isla del Sol

Die Inkatreppe auf der Isla del Sol

Mit Alex aus Deutschland und Eric und Andreas aus Schweden (die ich auf dem Weg zur Insel kennengelernt habe) habe ich mir eine kleine Pension gesucht und dann erstmal gemuetlich zu Mittag gegessen.

Danach sind wir zu dritt (Eric gings nicht so gut) erst in den Sueden der Insel (zur Inkaruine Pilkokaina) und dann in den Norden der Insel gewandert. Und die Insel hat ihrem Namen dann auch alle Ehre gemacht: Strahlender Sonnenschein!

Ausblick auf den Titicacasee (vom Hotel aus)

Ausblick auf den Titicacasee (vom Hotel aus)

Die Inkaruine mit dem typischen Oeffnungen

Die Inkaruine mit dem typischen Oeffnungen

Wie entspannend... Blick von der Terrasse des Hotels auf die Isla de la Luna

Wie entspannend... Blick von der Terrasse des Hotels auf die Isla de la Luna

Isla del Sol

Isla del Sol

Hafen auf der Isla del Sol

Hafen auf der Isla del Sol

Pflanzenwelt auf der Isla del Sol

Pflanzenwelt auf der Isla del Sol

Abendessen mit netten Leuten

Abendessen mit netten Leuten

Dienstag, 06.03.2012:
Und wieder Regen…
Da fiel das Abschiednehmen am Morgen nicht so schwer: Gegen 11 Uhr bin ich mit dem Boot nach Copacabana zurueckgefahren. Andere Touristen hatten die gleiche Idee – das Boot – ein kleines, ueberdachtes Holzboot – war total ueberfuellt – ich dachte wirklich, wir gehen gleich unter!

Kurz vor der Abfahrt bei stroemendem Regen

Kurz vor der Abfahrt bei stroemendem Regen

Aber ich bin gut nach Copacabana gekommen, von wo ich dann gleich den Bus nach Puno in Perú genommen habe. An der Grenze gabs zum Glueck keine Probleme (mein 30-taegiges Visum fuer Bolivien war bereits 2 Tage abgelaufen) – ein nettes Laecheln und ein „Hola – que tal?“ und der Grenzbeamte auf der bolivianischen Seite hat mich ohne Strafzahlung durchgelassen. 🙂

In Puno auf dem Weg ins Zentrum hat mich dann gleich der Hostelbesitzer Arturo angesprochen, ob ich nicht ein Zimmer in seinem Hostel ansehen moechte. Klar – warum nicht? Und abends waren wir dann zusammen Alpaca essen. Sehr lecker!

Mittwoch, 07.03.2012:
Auf zu den Inseln im Titicacasee! Auf einer 2-taegigen Tour habe ich die Inseln Uros, Amantaní und Taquile besucht.

Uros besteht aus mehreren Inseln, die ausschliesslich aus Schilf „gebaut“ sind. Ein einzigartiges Erlebnis! Die Bewohner haben uns gezeigt, wie sie dort leben – naemlich sehr, sehr einfach.

Die schwimmenden Inseln - Uros

Die schwimmenden Inseln - Uros

Alles aus Schilf

Alles aus Schilf

Rollenspiel - die Frauen zeigen, wie sie miteinander handeln

Rollenspiel - die Frauen zeigen, wie sie miteinander handeln

Das Innenleben eines typischen Hauses auf Uros

Das Innenleben eines typischen Hauses auf Uros

Anlegestelle auf Uros

Anlegestelle auf Uros

Auch auf Uros wachsen Blumen, Kartoffeln, Kraeuter...

Auch auf Uros wachsen Blumen, Kartoffeln, Kraeuter...

Dann gings weiter zur Insel Amantaní, wo uns unsere „Gasteltern“ empfangen und zu unseren Unterkuenften gebracht haben. Nach einem typischen Mittagessen sind wir auf einen Huegel mit der heiligen Staette der „Pachamama“ gewandert, von dem man einen tollen Blick auf Amantaní und andere Inseln des Titicacasees hat. Da oben wars allerdings echt kalt!

Insel Amantaní

Insel Amantaní

Auf der Insel Amantaní

Auf der Insel Amantaní

Auch Grenadillas haben wir probiert

Auch Grenadillas haben wir probiert

Auf dem Weg zur heiligen Staette der "Pachamama"

Auf dem Weg zur heiligen Staette der "Pachamama"

Ausblick auf den Titicacasee

Ausblick auf den Titicacasee

Ziemlich frisch da oben

Ziemlich frisch da oben

Abends gabs dann eine Fiesta – und zwar in der traditionellen Kleidung der Inselbewohner! Die Frauen tragen weitschwingende Roecke, eine Art Kummerbund, eine weisse, bestickte Bluse und einen langen schwarzen Schal, waehrend die Maenner mit Poncho und Strickmuetze ausgestattet werden. Wir hatten eine Menge Spass und haben viel getanzt, auch wenn die Party bereits um 22 Uhr vorbei war…

Mit der Gastmutter in traditioneller Kleidung

Mit der Gastmutter in traditioneller Kleidung

Wir Touris in traditioneller Kleidung

Wir Touris in traditioneller Kleidung

Beim Tanzen auf der Fiesta

Beim Tanzen auf der Fiesta

Mit Helmut aus Oesterreich auf der Fiesta

Mit Helmut aus Oesterreich auf der Fiesta

Donnerstag: 08.03.2012:
Starker Seegang bei der Ueberfahrt zur Insel Taquile! Vorsorglich hatte ich mich gleich mal aufs Deck gesetzt, damit das leckere Fruehstueck (es gab Pfannkuchen!) nicht wieder den Weg zuruecknehmen konnte (ich hatte auch ziemliche Kopfschmerzen – Aktivitaeten auf 4.000 Metern Hoehe sind halt nicht zu unterschaetzen…)

Die Insel Taquile ist bekannt fuer ihre Webkunst und wird auch „Die Insel der strickenden Maenner“ genannt, da die Maenner dort ihre Kleidung selbst herstellen. Die Muetzen (fuer Maenner) und die Schals (fuer Frauen), die dort getragen werden, zeigen den sozialen Status an – man weiss also gleich, ob eine Person verheiratet oder noch Single ist! Wie praktisch! 😉

Auf der Insel Taquile

Auf der Insel Taquile

Insel Taquile mit Blick auf Amantaní

Insel Taquile mit Blick auf Amantaní

Mittagessen auf Taquile

Mittagessen auf Taquile

Welcher Mann hat wohl meine neue Muetze gestrickt?

Welcher Mann hat wohl meine neue Muetze gestrickt?

Mit unserem Tourguide sind wir 2 Stunden auf der Insel gewandert und nach dem Mittagessen mit wunderbarem Blick auf den Titicacasee gings dann zurueck nach Puno. Diesmal zum Glueck mit wesentlich weniger Seegang!

Ruhige Rueckfahrt nach Puno

Ruhige Rueckfahrt nach Puno

Titicacasee bei Sonnenschein

Titicacasee bei Sonnenschein

Fischerboot auf dem Titicacasee

Fischerboot auf dem Titicacasee

Das Boot, mit dem wir 2 Tage unterwegs waren

Das Boot, mit dem wir 2 Tage unterwegs waren

Freitag, 09.03.2012:
Ein gemuetlicher Tag: Ein bisschen die Stadt angesehen, mit Arturo (dem Hostelbesitzer) zu Mittag gegessen und dann ein bisschen in der Haengematte im Hostel eine deutsche Zeitschrift gelesen (die mir ein paar andere Traveller dagelassen haben).

Mittags ein Kaffee mit Arturo in einem kleinen Café, in dem er mir von seinem Hostel, seinem Job als Ingenieur und seinem Exportgeschaeft nach Deutschland erzaehlt hat. Er verkauft auf dem Koelner Weihnachtsmarkt Sachen aus Perú und ist damit wohl auch recht erfolgreich.

Mit Arturo auf dem Weg zum Markt in Puno (auf einer Rikscha)

Mit Arturo auf dem Weg zum Markt in Puno (auf einer Rikscha)

Spaeter habe ich mir dann noch die Kirche in Puno angesehen und bin abends mit ein paar Argentiniern aus dem Hostel in eine Pizzeria und spaeter in eine Bar (um einen Vino caliente gegen die Kaelte zu trinken…) gegangen. (Der Vino caliente kann uebrigens mit dem deutschen Gluehwein locker mithalten – da hab ich auf einigen Weihnachtsmaerkten in Deutschland schon Schlimmeres getrunken!)

Mit Gustavo, Mateo und Laura im Deja Vu

Mit Gustavo, Mateo und Laura im Deja Vu

Samstag, 10.03.2012:
Irgendwie war ich ganz froh, das eiskalte Puno verlassen zu koennen. Nachts hats da teilweise nur 1 Grad Celsius (da sind die Temperaturen in Deutschland ja mittlerweile hoeher!)
Um 7:00 gings mit dem „Inka Express“, einem Touristenbus, Richtung Cuzco. Dieser Bus haelt an einigen Sehenswuerdigkeiten und ein Tourguide erklaert dann alles. Ausserdem gibts im Bus Getraenke und das Mittagessen in Buffetform ist auch inklusive.

Der erste Halt war in Pukara mit Besichtigung des Museums (Museo Litico de Pucara – Museum fuer Steine, die man in der Gegend gefunden hat). Weiter gings nach La Raya (der hoechste Punkt auf der Fahrt) und nach Sicuani (Mittagessen). Sehr eindrucksvoll war Raqchi mit einer alten Inkasiedlung! Aber auch die Kirche in Andahuyalillas war toll! (leider wird dort gerade renoviert und Fotos sind leider nicht moeglich)

Blick auf Puno

Blick auf Puno

Steinmuseum in Pukara

Steinmuseum in Pukara

Der hoechste Punkt auf der Fahrt

Der hoechste Punkt auf der Fahrt

Und natuerlich kann man auch dort wieder allen moeglichen Krempel kaufen...

Und natuerlich kann man auch dort wieder allen moeglichen Krempel kaufen...

Inkaruine bei Raqchi

Inkaruine bei Raqchi

Gegen 17 Uhr dann Ankunft in Cuzco: Mit den Argentiniern (vom Vorabend) habe ich mir eine Unterkunft im Viertel San Blas gesucht. Dann sind wir noch (leider mal wieder im Regen…) ein bisschen durch die Stadt gelaufen.

12 Gedanken zu „Auf den Inseln im Titicacasee

  1. Hey Sandra,

    viele Grüße aus Stuttgart. Habe das Wochenende hier verbracht, unter anderem an einer Stadtführung teilgenommen und einiges gelernt. Wie immer verfolge ich deinen Blog und bin weiterhin fasziniert.

    Viele Grüße!

    P.S.: Du scheinst etwas trockene Haut zu haben. Noch geschwächt von deiner Magenverstimmung?

    • Freut mich, dass Du immer noch fleissig mitliest! 🙂
      Tja, trockene Haut: Obwohl es hier zwar ziemlich haeufig regnet, ist die Luft auf knapp 4.000 Metern halt schon ziemlich trocken… Mittlerweile sehe ich aber nicht mehr aus wie eine Zwiebel…

    • Hi Lars, nein, natuerlich sind das nicht alle Fotos! Ich hab bis jetzt etwa 3.500 Bilder seit Anfang der Reise (ich find das ganz gut – ich kenne Leute, die machen in einem Monat 5.000 Bilder! Aber ich sortiere auch zwischendurch mal ein bisschen aus) Danke uebrigens, schoen, dass sie Dir gefallen! Wenn ich zu Hause bin, zeige ich gerne noch mehr Bilder…

  2. Hi Sandra, ich kann mich erinnern, wie wir damals in Puno auch immer nur gefroren haben 😉
    Aber wenn ich höre, dass Du jetzt in Cuzco bist und Machu Picchu vor Dir hast, dann beneide ich Dich schon wieder… Wenn Du mich fragst, dann bist Du jetzt auf dem Weg zum Höhepunkt ganz Südamerikas…! Genieße es!

    • Hallo Werner, ja, es war echt kalt in Puno – zum Glueck gehts ja morgen nach Lima, da sind es jetzt um die 25 Grad. Machu Picchu war toll und ein Highlight, aber nicht das einzige… liebe Gruesse

  3. Halllo Sandra, fantastische Fotos! Habe mal einen Bericht über diese Schilfinseln gesehen und war ganz fasziniert. Hast du im Rucksack eigentlich Platz für ein paar Andenken? So eine Mütze nimmt ja zum Glück nicht so viel Platz weg … 7 Wochen noch, eigentlich lang, aber wenn man die gesamt Reisezeit betrachtet nicht mehr so viel. Hier kommt der Frühling, ja, endlich!! Übrigens, am 11. Mai ist Premiere vom Sturm – gerade hatten wir Probenweekend auf derselben Hütte, wie das letzte Mal.
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Wenn Du wuesstest… mein Rucksack platzt bald vor lauter neuen Sachen…. tja, um genau zu sein sind es morgen nur noch 5 Wochen bis zum Abflug von Quito nach Frankfurt… Bin schon seeehhhhr gespannt aufs neue Stueck! Liebe Gruesse

  4. Hi Süsse, angesichts der traditionellen Kleidung hatte ich doch gleich wieder unsere Istanbul-Bilder vor Augen ‚lol‘ – Dir weiterhin feliz viaje 🙂

    • Ach ja, wir beide im „Hausfrauen-Look“ mit Kopftuch 😉 – hey, das ist auch schon wieder fast ein Jahr her… Muchas gracias, meine Liebe und bis bald

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